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Chromosomen

<u>Was ist ein Chromosom?</u>

Als Chromosomen bezeichnet man lange, fadenförmige Gebilde im inneren jeden Zellkerns. Darin sind die Erbinformationen enthalten(DNA). Diese Erbinformationen sind verpackt mit Proteinen. Chromosomen, kommen in den Zellkernen aller Eukaryoten, (Lebewesen), aber auch bei Pilzen oder Pflanzen vor. Die einzige Ausnahme, bilden hier nur Archaeen und Bakterien. Jedes Lebewesen hat eine Arten- spezifische Anzahl an Chromosomen, der Mensch hat zum Beispiel 23 Paare, also 46 Einzelchromosomen. Die Chromosomenzahl ist nicht abhängig vom Entwicklungsstand eines Lebewesens, so hat eine Amsel beispielsweise 80 haploid-Chromosomen, eine Stechmücke hat nur 6.

<u>Aufbau</u>

Graphisch dargestellt werden die Chromosomen meist als X, aber das ist nicht wirklich so. Es ist ein fadenähnliches Gewirr und richtig ist nur, dass der Zellkern in der Mitte liegt und die Zellstrukturen vierfach davon ab gehen. Der Aufbau der Chromosomen ist relativ einfach. Die wichtigste Rolle hierbei spielt das Zentrum. Das Zentrum, auch Centromer genannt, teilt die Cromatiden des Chromosoms in zwei Stränge. Je nach Lage des Centromer nennt man es metazentrisch, akrozentrisch oder submetazentrisch.

<u>Funktion</u>

Die Chromosomen sind die Gebilde in den Zellen, die die Gene enthalten. Um immer in allen Generationen die gleiche Anzahl und eine Steigerung der Chromosomen zu haben, müssen diese reproduziert, also kopiert werden. Es gibt zwei Arten der Vermehrung, die Mitose und die Meiose.

<u>Fortpflanzung durch Zellteilung</u>

Es gibt in der Natur also zwei Arten der Fortpflanzung, die geschlechtliche(Meiose)und die vegetative (Mitose). Die Mitose entsteht durch Zellteilung. Aus einer Mutterzelle entstehen zwei Tochterzellen und die Chromosomen werden verdoppelt. Das hat den Nachteil, dass alle Erbanlagen an die Tochterzellen weiter gegeben werden und eine Weiterentwicklung eines Lebewesens kann es so nicht geben, nur durch Mutation.
Bei der Meiose, oder sexuellen Fortpflanzung werden männliche und weibliche Keimzellen benötigt. Die Nachkommen weisen hier andere Merkmale als die Eltern auf. Die Chromosomen treten Paarweise auf, sie werden diploid genannt. Nur die Keimzellen sind einfach, also haploid und übertragen sich somit auf die Nachkommen. Somit haben die Nachkommen wieder einen Chromosomensatz, zur Hälfte vom Vater und von der Mutter.
Der Mensch hat also 46 Chromosomen, welche sich in 23 homologe Chromosomenpaare aufspaltet. Davon ist nur das 23. Paar ein Geschlechtschromosom. Die restlichen 22 sind Autosom. Das XX-Chromosom steht für weiblich und das XY-Chromosom für männlich. Somit hat jeder Mensch die Erbanlagen beider Elternteile zu gleichen Teilen in den Erbanlagen.