meiose.info

Eukarioten

Eukarioten, auch Eukaryoten, Eurozyten oder Eukaryonten sind alle Lebewesen, deren Zellen einen Zellkern besitzen. Daher steckt auch hinter dem relativ kompliziert klingenden Namen die Bedeutung “echter Kern” oder “echte Nuss”. Das Gegenteil von Eukarioten sind Prokaryoten und Archaeen. Diese drei Domänen stellen die Systematik der Lebewesen dar.

Merkmale

Eukarioten zeichnen sich durch ihren in den Zellen vorhandenen Zellkern und die dazugehörigen Organellen, sowie einen grösseren und komplizierteren Aufbau, aus. Die Zellen von Eukarioten haben einen Durchmesser von 10-30µm und sind somit deutlich größer als kernlose Zellen. Sie besitzen mehrere Chromosomen und Zellorganellen, die für jeden zellulären Ablauf bestimmte Funktionen ausführen. Das bekannteste Organell ist der Zellkern (Nucleus), in dem sich die DNA befindet. Weiterhin befindet sich DNA in den Mitochondrien und in den Chloroplasten bei Pflanzen.
Der Nucleus ist durch eine Hülle von den übrigen Zellorganellen getrennt. Die Wissenschaft vermutet die Einschleusung eines Bakteriums samt Chromosomen und DNA in frühster Zeit der Evolution und begründen damit die Entstehung des Zellkerns. Durch die höhere Entwicklung haben sich eukariotischen Zelle im Laufe der Zeit besser an ihre Umwelt angepasst. Sie sind mit ihrer Spezialisierung aber auch anfälliger geworden gegenüber Schwankungen und Veränderungen in der Umwelt. Eukarioten können als Ein- oder als Mehrzeller auftreten. Menschen, Tiere, viele Pflanzen und Pilze sind Mehrzeller und haben grundsätzlich immer einen Zellkern. Sie werden daher als Eukarioten bezeichnet.

Zelltypen im Vergleich: Eukarioten und Prokarioten

Eukarioten zeichnen sich dadurch aus, dass ihr Erbgut in einem Zellkern liegt.

Eukarioten zeichnen sich dadurch aus, dass ihr Erbgut in einem Zellkern liegt.

Der Hauptunterschied ist, wie schon erwähnt, der vorhandene Zellkern in den Zellen. Der Begriff Prokaryoten bedeutet übersetzt “vor dem Kern” und deutet auf den kernlosen Zellaufbau hin. Sie sind relativ einfach strukturiert. Die DNA von Prokaryoten liegt frei in der Zelle, während bei Eukarioten das Erbgut im Nucleus steckt. Eukaryotische Zellen haben in ihrem Inneren abgegrenzte Räume (Kompartimente) und weisen Zellorganellen auf. Prokaryoten sind mitunter sehr viel kleiner. Das Volumen von Eukarioten kann bis zu 10000 Mal höher sein als das Prokaryoten. Auch die Zellteilung verläuft bei beiden Domänen anders; Eukaryotische Zellen teilen sich gewöhnlich mit verdoppelter DNA und bilden zwei Tochterzellen (Mitose). Da Prokaryoten meist nur ein Chromosom besitzen, ist eine Zellteilung viel weniger komplex. Bei Prokaryoten findet keine Mitose im Sinne der Zellteilung statt. Hier heften sich Nukleotide an das Innere der Zellmembran, trennen sich in zwei Hälften sodass aus der Elternzelle zwei Tochterzellen mit je einem neuen Chromosom entstehen.