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Mitose

Mitose wird die Teilung des Zellkerns in zwei identische, neue Kerne genannt. Dieser Vorgang kann folglich nur bei Eukaryoten stattfinden, da sie im Gegensatz zu Prokaryoten einen Zellkern besitzen.
Im Anschluss an die Mitose folgt oftmals noch die Durchschnürung der Zelle und die Teilung in zwei identische Tochterzellen, wobei sowohl das Cytoplasma als auch die Zellorganelle gleichmäßig auf beide Zellen verteilt werden. Diese weitere Teilung nennt man Cytokinese. Bei manchen Lebewesen teilt sich der Zellkern jedoch wesentlich öfter, bevor sich auch die restliche Zelle teilt. Das ist zum Beispiel bei Geißel- und Wimpertierchen der Fall. Bei Zellen von Säugetieren beginnt die Teilung der Zelle oftmals aber schon während der letzten Phase der Mitose.
Die Mitose wird allgemein in diese Phasen unterteilt:

Prophase
Während dieser ersten Phase der Mitose fragmentiert sich die Hülle des Zellkerns und die Kernmembran beginnt sich aufzulösen.
Außerdem beginnt sich die DNA spiralförmig aufzuschrauben. Dadurch verdichtet und verkürzt sie sich, bis sich schließlich die typische Chromosomenform ausbildet mit den beiden Chromatiden und dem Zentromer. Diese Chromosomen lassen sich auch unter dem Lichtmikroskop beobachten, so wie es erstmals 1835 der Botaniker Hugo von Mohl bei einer Pflanzenzelle tat.
Zudem bilden sich an den Zentrosomen, die zu den entgegengesetzten Polen der Zelle gewandert sind, erste fadenförmige Proteine, die Spindelfasern genannt werden.

Metaphase
In der frühen Metaphase löst sich auch die Kernmembran vollständig auf, sodass die Spindelfasern von den Zentrosomen aus in den Zellkern vordringen können. Dort verbinden sie sich mit den Zentromeren der Chromosomen, die mittlerweile maximal verkürzt sind. Anschließend wandern die Chromosomen mithilfe der Spindelfasern zur Zellmitte.
Während der späten Metaphase ordnen sich die Doppelchromosomen dann in dieser Äquatorialebene an.

Anaphase
Die Auftrennung der Chromosomen in die beiden Chromatiden erfolgt während der Anaphase. Hierzu werden die Chromatiden von den Spindelfaser auseinander- und zu den Zellpolen hingezogen. So wandert je eines der beiden identischen Chromatiden zu einem der gegenüberliegenden Zellpole. Damit ist die Ausgangslage für die nächste Phase geschaffen.

Telophase
Nun wird an jedem der beiden Zellpole eine neue Kernmembran mit -hülle gebildet. Diese umschließen die Chromatiden, die daraufhin ihre spiralförmige Verdichtung verlieren und wieder als DNA-Fasern vorliegen, die die Stoffwechselaktivitäten der Zelle steuern.

Interphase
Diese Phase zählt formal nicht mehr zur Mitose, den er bezeichnet die Ruhephase der Zelle, während der sie wächst und sich die einfach vorliegende DNA wieder verdoppelt, bevor die Mitose wieder von vorne beginnt.

Mitose und Meiose
Während es bei der Mitose um die Vermehrung der Körperzellen vor allem zum Wachstum eines Lebewesens geht, werden bei der Meiose Geschlechtszellen zur Fortpflanzung (Eizellen, Spermien) gebildet. Die Meiose besteht aus zwei Teilschritten, an deren Ende eine haploide Keimzelle steht.